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Medizinisches Versorgungszentrum

Kirchheim GmbH

Neurologie

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Was ist, was macht, wie behandelt ein Neurologe/eine Neurologin?

Der Neurologe ist als Facharzt auf die Behandlung der Erkrankungen des Nervensystems spezialisiert.

Grundlage der Behandlung ist, neben der Erhebung der ausführlichen Vorgeschichte (Anamnese), die gründliche neurologische Untersuchung, die - abhängig vom Krankheitsbild - durch spezielle technische Untersuchungen ergänzt wird.

Hierbei kommen insbesondere elektrische Messungen der Nervenbahnen (Neurographie/ Evozierte Potenziale), der Muskelaktivität (Elektromyographie) und der Hirnaktivität (Elektroencephalographie) sowie die Ultraschall-untersuchung der das Gehirn mit Blut versorgenden Gefäße (Doppler-/Duplexsonographie) zum Einsatz. Neben Laboruntersuchungen sind nicht selten auch zusätzliche bildgebende Untersuchungen wie Kern-spintomographie (MRT) oder Computertomographie (CT) notwendig. Diese werden auf Veranlassung des Neurologen in einer radiologischen Praxis durchgeführt. Häufig ergibt sich die Diagnose nur aus der Zusammenschau verschiedener Untersuchungsbefunde.

Je nach Krankheitsbild kommen sehr unterschiedliche Behandlungsmethoden zum Einsatz. Neben der Behandlung mit Medikamenten sind in vielen Fällen auch Physiotherapie, Ergotherapie oder Logopädie von großer Bedeutung, welche dann vom Neurologen verordnet werden. Manche neurologische Erkrankungen bedürfen einer Operation, vom Neurologen erfolgt dann die Überweisung zu einem geeigneten Chirurgen.

Erfreulicherweise ist in vielen Bereichen der Neurologie eine rasche Fortentwicklung der Behandlungsmöglichkeiten zu beobachten. Der Neurologe achtet daher besonders auf kontinuierliche Fortbildung, um über die aktuellsten medikamentösen und nichtmedikamentösen Behandlungsmethoden informiert zu sein, um Sie bestmöglich beraten zu können.

 

Was macht ein Neurologe/eine Neurologin noch?

Er/Sie hört zu und interessiert sich, neben den neurologischen Krankheitsdetails, für Sie als Gesamtperson. Er berät Sie in allen Fragen, die sich im Zusammenhang mit Ihrer Erkrankung ergeben. Er stellt dabei eine wichtige Schaltstelle zwischen Ihnen, Ihrem Hausarzt, anderen Fachärzten, Krankenhäusern, Physio-/Ergo- und Sprachtherapeuten, dem Versorgungsamt, Rentenversicherungsträgern und Krankenversicherungen dar.

Da insbesondere bei chronischen Erkrankungen nicht selten Stimmungsprobleme oder Ängste auftreten, wundern Sie sich bitte nicht, wenn im ärztlichen Gespräch Fragen danach auftreten und zögern Sie nicht, dies gegebenenfalls von sich aus zu thematisieren.

 

Mit welchen Erkrankungen beschäftigt sich ein Neurologe/eine Neurologin, welche Beschwerden sind häufig Ausdruck neurologischer Erkrankungen?

Erkrankungen des Nervensystems können vielfältige Ursachen haben. Häufig sind mechanische Einklemmungen von Nerven (z. B. bei Bandscheibenvorfällen, Karpaltunnelsyndrom), Entzündungen (z. B. Multiple Sklerose, Borreliose), Durchblutungs- oder Stoffwechselstörungen, Verletzungen oder degenerative Prozesse (z. B. Parkinson-Erkrankung, Demenz) dafür verantwortlich. Auch gutartige oder bösartige Tumoren, angeborene oder erbliche Ursachen kommen in Betracht.

Durch die krankhaften Veränderungen kommt es zu Funktionsbeeinträchtigungen von Gehirn, Rückenmark, Sinnesorganen, peripheren Nerven oder der Muskulatur.

Typische Krankheitszeichen (Symptome) neurologischer Erkrankungen sind beispielsweise eine Muskelschwäche, Gefühlsstörungen, Beeinträchtigungen von Geschicklichkeit und Gleichgewicht, Bewegungsstörungen, Sehstörungen, Schwindel, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen oder epileptische Anfälle. Auch Kopfschmerzen oder Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule, oftmals mit Ausstrahlung in Arme oder Beine, treten häufig bei Erkrankungen auf neurologischem Fachgebiet auf.

 

Wie kann ich mich auf den Termin beim Neurologen/bei der Neurologin vorbereiten?

Insbesondere bei längerer Vorgeschichte ist es sehr hilfreich, wenn Sie Berichte über Vorbehandlungen und früher durchgeführte technische Untersuchungen (z. B. Computertomographien, Kernspintomographien) mitbringen. Manchmal ist es nützlich, vorab den bisherigen Verlauf stichwortartig zu notieren, damit beim Vorstellungstermin keine wesentlichen Details vergessen werden. Insbesondere wenn Gedächtnisstörungen bestehen, ist es gut, wenn Sie zum Vorstellungstermin jemanden mitbringen, der Sie gut kennt und dem Sie vertrauen (z. B. Partner, Kinder).

Besonders wichtig sind für uns auch Informationen zu regelmäßig eingenommenen Medikamenten, da einerseits Medikamente zu Störungen des Nervensystems führen können und andererseits auf mögliche Wechselwirkungen mit Medikamenten, die der Neurologe verordnet, geachtet werden muss.

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